Wolfdietrich
imm011.1Rodelhaus1

  Ski+Rodelberg-Schutzdach

zum Anfang 

 

MŁmmelmannsberg

       Stadtteil zwischen GroŖstadt und Natur

 

N G O

   Herzlich
   Willkommen
im                   hamburger Stadtteil               MŁmmelmannsberg             .    

www.billstedt-center.de

Max Pechsteinstr.Waschhaus BILLE

Max PECHSTEIN                              Maler
deutsch * 31.XII.1881_1955
 Dresden-Berlin       Palau-Inseln            > Neue Sezession <

Max Pechstein
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
 

Wechseln zu: Navigation, Suche

 

 

 Max Pechstein in seinem Haus in Berlin-Zehlendorf, 1915

Hermann Max Pechstein (* 31. Dezember 1881 in Zwickau; ‚€  29. Juni 1955 in Berlin) war ein deutscher Maler, Grafiker und zeitweise Mitglied der K√ľnstlervereinigung ‚€žBr√ľcke‚€ú. Pechstein war ein Vertreter des deutschen Expressionismus. Er schuf vor allem Figurenbilder, teilweise mit exotischen Motiven von den Palau-Inseln sowie Landschaften und Stillleben.

Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]

1Leben
2W√ľrdigungen
3Werke (Auswahl)
4Literatur
5Weblinks
6Einzelnachweise
 

 

Leben[Bearbeiten]
 

 

 Die Jahresmappe der Br√ľcke von 1912 nach einem Entwurf von Otto Mueller wurde wegen Pechsteins Ausschluss aus der Br√ľcke nie ver√∂ffentlicht.

Pechstein studierte nach einer Lehre als Dekorationsmaler in Zwickau (1896‚€“1900) an der Staatlichen Gewerbeschule und 1903‚€“06 als Meistersch√ľler von Otto Gussmann an der Kunstakademie in Dresden. Schon damals entwarf er Glas- und Wandmalerei sowie Mosaiken f√ľr verschiedene Architekten. Nach der Begegnung mit Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel trat er 1906 als einziger akademisch ausgebildeter Maler der K√ľnstlervereinigung ‚€žDie Br√ľcke‚€ú bei und reiste nach Erhalt des S√§chsischen Staatspreises 1907 nach Italien und 1907/08 nach Paris.

Seit 1908 war Pechstein in Berlin ans√§ssig. Im Winter 1908/09 lernte er Lotte (Taufname Charlotte) Kaprolat (1893‚€“1955) als Modell des Bildhauers Georg Kolbe (1877‚€“1947) in dessen Berliner Atelier kennen. Ab 1909 bis 1920 ist sie Pechsteins beliebtestes Modell. Sie ist u.a. leicht daran zu erkennen, dass Pechstein sie als eine etwas f√ľllige, negroide Erscheinung mit wulstigen Lippen und ausgepr√§gten Tr√§nens√§cken darstellte.

Nicht nur auf vielen Zeichnungen aus den Jahren 1909‚€“1910 blieb Lotte unerkannt, sondern sogar auch auf dem ‚€žDoppelbildnis‚€ú auf dem Pechstein Lotte als seine, ihm zugeh√∂rige Frau pr√§sentiert. Sich selbst und Lotte in b√ľrgerlicher Kleidung darstellend, demonstrierte Pechstein ‚€“ heute wie damals verst√§ndlich ‚€“ alleine durch die gleichgearteten H√ľte, seine tiefe Verbundenheit mit Lotte. Pechsteins Blick und die helle Farbgebung des Bildes vermitteln dem Betrachter dar√ľber hinaus eine heitere Ausgeglichenheit und den seelischen Einklang eines Liebespaares. Diese im Bild zur Schau getragene Zusammengeh√∂rigkeit besiegelten Lotte und Pechstein im Fr√ľhjahr 1911, indem sie die Ehe schlossen, aus der 1913 der Sohn Frank hervorging. [1]

1908 wurde Pechstein Mitglied der ‚€žSecession‚€ú und war 1910 Mitbegr√ľnder der ‚€žNeuen Secession‚€ú. Die ‚€žSecessions‚€ú-Mitgliedschaft f√ľhrte im Jahr 1912 zur Aussto√üung aus der ‚€žBr√ľcke‚€ú.

 

 

Italienische Steinträger

Pechsteins S√ľdseereise (1913/14) sowie seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg fanden ihren Niederschlag in Reisebildern und -lithographien sowie in Radierungen (‚€žSomme-Schlacht‚€ú, 1916/17). Er war Mitbegr√ľnder der ‚€žNovembergruppe‚€ú sowie des Arbeitsrats f√ľr Kunst.

1923 trennte sich Pechstein von Lotte und heiratete in zweiter Ehe Marta M√∂ller. [2] Im gleichen Jahr ernannte ihn die Preu√üische Akademie der K√ľnste zu ihrem Mitglied; gleichzeitig wurde ihm eine Professur √ľbertragen. 1933 seines Lehramtes enthoben, erhielt er im selben Jahr als ‚€žentarteter‚€ú K√ľnstler Malverbot und wurde 1937 aus der Akademie ausgeschlossen. Im Juli des selben Jahres wurden 16 seiner Bilder in der NS-Ausstellung Entartete Kunst diffamiert und 326 seiner Werke wurden konfisziert.[3] 1944 verbrannte ein gro√üer Teil seiner Werke durch Kriegseinwirkungen.

Pechstein entdeckte 1921 die Gegend um den Lebasee in Pommern mit der Lontzked√ľne, 1922/23 dann den westlich gelegenen Garder See. Er machte diese Natur und die in ihr arbeitenden Menschen zu Gegenst√§nden seiner Bilder. In Pommern erlebte er 1945 die Besetzung durch die Rote Armee und musste zeitweise f√ľr die Besatzungsmacht arbeiten, konnte aber noch im Jahre 1945 nach Berlin ausreisen.

 

 

Sitzender weiblicher Akt

Sp√§ter schrieb er √ľber seine Arbeit in Pommern: ‚€ž‚€¶¬ aber was ist das gegen meine Arbeitswut im geliebten Pommern, ich komme nicht dar√ľber hinweg, das unverf√§lschte Leben in unverf√§lschter Natur fehlt mir. Ich zapple hin und wieder sehr, und sehne mich unentwegt danach, und hoffe doch es noch einmal zu erleben, einmal wieder hinauffahren zu k√∂nnen¬ ‚€¶‚€ú[4] Tats√§chlich sollte Pechstein Hinterpommern nicht wieder sehen.

 

 

 Grab Max Pechsteins auf dem Evangelischen Friedhof Schmargendorf in Berlin

1945 wurde Pechstein Professor an der Hochschule f√ľr Bildende K√ľnste in Berlin. Im Jahr 1952 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Im Jahr 1955 wurde Max Pechstein, kurz vor seinem Tod noch zum Teilnehmer der documenta 1 in Kassel ausgew√§hlt. Er war Ehrenb√ľrger der Stadt Zwickau. Sein Grab befindet sich auf dem Evangelischen Friedhof Alt-Schmargendorf.

 

W√ľrdigungen[Bearbeiten]
Die Stadt Zwickau vergibt alle zwei Jahre den Max-Pechstein-Preis. In mehreren deutschen Städten gibt es nach ihm benannte Max-Pechstein-Straßen.

 

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]
1910: Das gr√ľne Sofa, Museum Ludwig K√∂ln
1910: Rotes Fischerhaus und bl√ľhender Baum
1911: Sonnenaufgang (bei Nidden)
1913: Fischerboot, Br√ľcke-Museum, Berlin
1913: Beerdigung der Revolutionsopfer II
1917: Palau-Triptychon, linkes Seitenst√ľck, Wilhelm-Hack-Museum, Ludiwigshafen
1919: Drohendes Wetter, Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach
1919: Die Italien- und S√ľdseereise. 50 Original-Lithographien, Maecenas Sammlung Wien
1920: Mutter mit Kind (Frau des K√ľnstlers mit Sohn), St√§dtisches Museum Abteiberg, M√∂nchengladbach
1927: Lupowm√ľndung
1929: Morgensonne (√ľber dem Garder See)
1933: Kutter zur Reparatur (in Leba)
 

Literatur[Bearbeiten]
Siegfried Gliewe: Auf dem Garder See. Begegnung mit Max Pechstein. In: Pommern. Zeitschrift f√ľr Kultur und Geschichte. Jg.¬ 45, Heft¬ 4, 2007, ISSN 0032-4167, S.¬ 24‚€“30.
Horst J√§hner: K√ľnstlergruppe Br√ľcke. Geschichte einer Gemeinschaft und das Lebenswerk ihrer Repr√§sentanten. 5., verb. und erg. Aufl. Henschel, Berlin 1996, ISBN 3-89487-254-3.
Wolfgang Maier-Preusker: Hermann Max Pechstein. 1881‚€“1955. Lithographische Erinnerungen von 1919 an die Italien- und S√ľdseereise aus dem Bestand der Maecenas-Sammlung. Eigenverlag, Wien 2004, ISBN 3-900208-17-4 (Begleitkatalog zur Ausstellung in der Hansestadt Wismar).
Wolfgang Maier-Preusker (Hrsg.): Buch- und Mappenwerke mit Grafik des Deutschen Expressionismus. Eigenverlag, Wien 2006, ISBN 3-900208-37-9 (Begleitkatalog zur Ausstellung in der Hansestadt Wismar 2006).
Magdalena M. Moeller (Hrsg.): Max Pechstein. Sein malerisches Werk. Hirmer, M√ľnchen 1996, ISBN 3-7774-7070-8.
Magdalena M. Moeller (Hrsg.): Die großen Expressionisten. DuMont, Köln 2000, ISBN 3-7701-5348-0.
Magdalena M. Moeller: K√ľnstlergruppe Br√ľcke. Prestel, M√ľnchen¬ u.a. 2005, ISBN 3-7913-3306-2.
Bernard S. Myers: Malerei des Expressionismus. Eine Generation im Aufbruch. Aus dem Amerikanischen √ľbers. von Elke Kaspar. DuMont Schauberg, K√∂ln 1957.
Max Pechstein: Erinnerungen. Herausgegeben von L.¬ Reidemeister. Limes, Wiesbaden 1960.
Gerd Presler: Die Br√ľcke. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2007, ISBN 3-499-50642-4.
Christian Saehrendt: ‚€žDie Br√ľcke‚€ú zwischen Staatskunst und Verfemung. Expressionistische Kunst als Politikum in der Weimarer Republik, im ‚€žDritten Reich‚€ú und im Kalten Krieg. Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08614-5 (Pallas Athene. Bd.¬ 13).
Paul Vogt: Geschichte der deutschen Malerei im 20. Jahrhundert. 3., erw. Aufl. DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-0892-2.
 

Weblinks[Bearbeiten]
Literatur von und √ľber Max Pechstein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Max Pechstein ‚€Ę PICA-Datensatz ‚€Ę Eintr√§ge im Musikarchiv)
Informationen zu Max, Pechstein im BAM-Portal
Lebendiges virtuelles Museum Online ‚€“ Biografie Max Pechstein
Offizielle Webpage der Max Pechstein Urheberrechtsgemeinschaft/Werkverzeichnis der √–lgem√§lde
Max-Pechstein-Preis
Biographie und Werke von Max Pechstein
 

Einzelnachweise[Bearbeiten]
‚Ü‘ Bernd F√§thke: Die unterschlagene Frau. Lotte Pechstein, geb. Kaprolat. WELTKUNST, 4/2005, S. 70
‚Ü‘ Leonie von R√ľxleben: Lebensdaten 1881‚€“1955. In: Max Pechstein: Sein malerisches Werk, Br√ľcke-Museum, Berlin 1996, S. 22
‚Ü‘ Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 452.
‚Ü‘ Pommern. Zeitschrift f√ľr Kultur und Geschichte. Heft 4/2007, S. 30.
Personendaten
 
NAME
 Pechstein, Max
 
ALTERNATIVNAMEN
 Pechstein, Hermann Max
 
KURZBESCHREIBUNG
 deutscher Maler und Graphiker
 
GEBURTSDATUM
 31. Dezember 1881
 
GEBURTSORT
 Zwickau, Sachsen
 
STERBEDATUM
 29. Juni 1955
 
STERBEORT
 Berlin
 

 Von ‚€žhttp://de.wikipedia.org/wiki/Max_Pechstein‚€ú

Kategorien: Maler des Expressionismus | Deutscher Maler | K√ľnstler (documenta) | Holzschneider | Tr√§ger des Bundesverdienstkreuzes (A